Los 4

Äußerst seltener und früher Geldschüttelbaum, sogenannter Yao-quian-shu, China, östliche Han-Dynastie, 25 bis 220 n. Chr.

Aus Burgen und Schlössern - Ausgesuchte Kunst und Kunsthandwerk von der Antike bis ins 20. Jhdt. | A87p | Präsenzauktion | 245 Lose

Beschreibung

Grünlich patinierte Bronze, teilweise äußerst filigran gearbeitet, und glasierte Keramik. Den kegelförmigen Fuß mit grüner Bleiglasur ziert ein Reiter auf einem Widder. Der Stamm ist gegliedert durch fein geflammte Sonnenringe, welche jeweils einen kleinen Bären umschließen. Vier Reihen von filigranen Ästen mit Tieren, Fabelwesen und Münzen stecken im Stamm, die Spitze ist ähnlich gestaltet. Der im Geäst vorhandene Geldsegen hat zwar für die Bezeichnung "Geldschüttelbaum" gesorgt, kommt aber nicht in erster Linie dem Verstorbenen im Jenseits zugute, sondern bildet ein Opfer an die Götter. Die daoistische Götterwelt ist in diesen Bäumen dargestellt durch Xiwangmu, die Königin-Mutter des Westens in ihrem Paradies. Geldschüttelbäume sind sehr selten und nur aus dem Südwesten Chinas bekannt. Ein Thermolumineszenz-Test vom Labor Kotalla aus dem Jahr 2000 bestätigt die Datierung. Höhe ca. 135 cm. Provenienz: Deutsche Privatsammlung, angeblich auf E.A. Voretzsch zurückgehend, der 1924 über Bronzen publizierte (umstrittene Theorien enthaltend). Für eine eingehende Erörterung dieser Geldbäume siehe “Orientations“, September 1997, S. 67-84. Zustand: III Condition Report: Altersschäden, teils restauriert. Originale Patina. Fragen zum Los?

Allgemeine Informationen

Diese Präsenzauktion beinhaltet 246 Lose. Die Auktion startet am Freitag, den 25. September 2020 um 16:00. Die Vorbesichtigung findet vom 19. bis 24.09.2020 im Schloß Greding, Nürnberger Str. 1, 91171 Greding von jeweils 10 bis 18 Uhr (MEZ) statt.